HVO 100 im Fuhrpark: Vorteile, Kosten & Freigaben
Die Anforderungen an moderne Firmenfuhrparks verändern sich rasant: Neben Wirtschaftlichkeit und Effizienz rücken Nachhaltigkeit sowie die Reduktion von CO₂-Emissionen immer stärker in den Fokus von Unternehmen. Während die Umstellung auf reine Elektromobilität nicht für jeden Fuhrpark sofort machbar ist, bietet synthetischer Reindiesel eine sofort einsatzbereite Alternative: HVO 100.
Doch was genau steckt hinter dem fossilfreien Kraftstoff, welche Fahrzeuge dürfen ihn tanken und wie rechnet sich der Einsatz für gewerbliche Flotten? Dieser Ratgeber beleuchtet alle wichtigen Fakten rund um HVO 100 im Fuhrpark. Wenn Sie wissen möchten, wie Sie alternative Kraftstoffe unkompliziert über eine zentrale Flottenkarte verwalten, finden Sie alle Details auf unserer Übersichtsseite zur kostenlosen Tankkarte für Unternehmen.
Was ist HVO 100 und wie wird der Kraftstoff hergestellt?
HVO steht für Hydrotreated Vegetable Oils (mit Wasserstoff behandelte Pflanzenöle). Es handelt sich um einen synthetischen Reindiesel, der aus Rest- und Abfallstoffen hergestellt wird – beispielsweise aus gebrauchten Speiseölen, pflanzlichen Fetten aus der Gastronomie oder Abfällen der Lebensmittelindustrie.
Im Gegensatz zu früherem Biodiesel (FAME) entspricht HVO 100 der Norm DIN EN 15940 für paraffinischen Diesel. Das bedeutet: Der Kraftstoff ist chemisch nahezu identisch mit fossilem Diesel, verbrennt jedoch deutlich sauberer, geruchloser und erzeugt weniger Ruß sowie Stickoxide.
Die wichtigsten Vorteile von HVO 100 für Unternehmen
- Bis zu 90 % weniger CO₂-Emissionen: Da für die Herstellung primär biologische Reststoffe genutzt werden, schließt HVO 100 den Kohlenstoffkreislauf und senkt die Treibhausgasemissionen von der Quelle bis zum Verbrauch (Well-to-Wheel) massiv.
- Keine Umrüstung der Flotte nötig: HVO 100 kann direkt in freigegebene Dieselmotoren getankt oder beliebig mit herkömmlichem Diesel gemischt werden (Drop-in-Kraftstoff).
- Bessere Lagerfähigkeit: Im Vergleich zu klassischem Biodiesel bildet HVO 100 keinen Nährboden für Bakterien („Dieselpest“) und ist extrem kältebeständig, was es ideal für Standheizungen, Generatoren und Baustellenfahrzeuge macht.
- ESG- & Nachhaltigkeitsziele erreichen: Unternehmen können ihre CO₂-Bilanz sofort verbessern – ein wichtiger Wettbewerbsvorteil bei Ausschreibungen und Lieferanten-Audits.
Motorfreigabe & Kompatibilität: Welche Fahrzeuge dürfen HVO 100 tanken?
Die meisten modernen Lkw-, Transporter- und Pkw-Hersteller (darunter MAN, Scania, Volvo, Mercedes-Benz, BMW, Audi, VW und Ford) haben einen Großteil ihrer aktuellen Dieselmotoren offiziell für die Kraftstoffnorm DIN EN 15940 freigegeben.
Achten Sie auf das Kürzel „XTL“ am Tankdeckel oder in der Betriebsanleitung des Fahrzeugs. XTL steht für „X-to-Liquid“ und signalisiert die uneingeschränkte Eignung für synthetische Kraftstoffe.
Kosten & Wirtschaftlichkeit: Ist HVO 100 teurer als herkömmlicher Diesel?
Aufgrund des aufwendigeren Herstellungsverfahrens liegt der Literpreis von HVO 100 an den Zapfsäulen in der Regel leicht über dem Preis von fossilem Standard-Diesel.
Für viele Unternehmen relativiert sich dieser Mehrpreis jedoch schnell: Durch die sofortige CO₂-Einsparung entfallen teure Neuanschaffungen von Elektrofahrzeugen, während gleichzeitig CO₂-Guthaben oder Nachhaltigkeitsziele im Rahmen von ESG-Berichten erfüllt werden.
HVO 100 einfach & bargeldlos tanken mit RMC
Damit der Einsatz alternativer Kraftstoffe den Fuhrparkalltag nicht verkompliziert, ist eine zentrale Abrechnung entscheidend. Über das flächendeckende Akzeptanznetz von RMC haben Ihre Fahrer Zugriff auf ein stetig wachsendes Netz an Stationen, die HVO 100 führen.
Sämtliche Betankungen – egal ob fossiler Diesel, HVO 100, AdBlue oder E-Ladevorgänge – werden übersichtlich auf einer einzigen, finanzamtsicheren Sammelrechnung zusammengefasst.
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